HBPO zeigt auf IAA Gemeinschaftsprojekt mit MANN+HUMMEL

Der Lippstädter Automobilzulieferer HBPO ist auch in diesem Jahr auf der IAA präsent. Mit dem Partner MANN+HUMMEL wird die gemeinsam entwickelte Weltneuheit präsentiert. Die beiden Unternehmen haben einen Feinstaubpartikelfilter konstruiert, der direkt in ein Frontend-Modul integriert werden kann. Dieser sorgt dafür, dass Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren vergleichbar wenig Feinstaubemissionen haben wie Elektrofahrzeuge.

So einen direkt in der Fahrzeugfront eingebauten Filter gab es bisher noch nicht. Der von anderen Verkehrsteilnehmern produzierte Feinstaub wird mit dem Filter direkt aufgefangen.

Den Filter hat MANN + HUMMEL, langjähriger Partnerlieferant von HBPO, in Zusammenarbeit mit dem Weltmarktführer aus Lippstadt entwickelt. Die Integration ins Frontend-Modul ist dann bei HBPO erfolgt. „Viel Platz ist in der Fahrzeugfront nicht – wir müssen hier den engen Bauraum klug nutzen“, so Guido Opperbeck, Manager Research & Development bei HBPO. Die flexiblen Filterelemente von MANN+HUMMEL werden zwischen Kühler und Stoßfänger integriert. Ein dazwischenliegendes aktives Luftregelsystem reguliert das Thermo-Management und optimiert den cw-Wert durch ein intelligentes Öffnen und Schließen der Luftklappen.

Letztlich kann so die Feinstaubbilanz jedes so ausgerüsteten Fahrzeugs verbessert werden. Mit der Neuentwicklung könnten auch Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren die Feinstaubbilanz eines reinen Elektrofahrzeugs erreichen.

Möglich macht dies ein leistungsstarkes Filterelement, das zyklisch – beispielsweise während der Inspektion – ausgetauscht werden müsste. Der hierfür speziell entwickelte Wechselelement lässt sich leicht herausnehmen und wiedereinsetzen.

Einsatz für bessere Luftqualität

Der im Frontend-Modul integrierte Feinstaubpartikelfilter ist für die aktive und passive Nutzung konzipiert: Im passiven Modus filtert das System die während der Fahrt durchströmende Luft und verringert damit die Feinstaubkonzentration. Bei einem aktiven Betrieb erhöht der hinter dem Kühler angebrachte Ventilator das durch den Filter strömende Luftvolumen und dementsprechend die Filtrationsleistung. Ziel ist es, dass die Emissionsbilanz eines Fahrzeugs in Städten, die den Grenzwert der WHO von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter überschreiten, schon im passiven Modus auf dem Niveau eines reinen Elektrofahrzeugs ist.

Intelligente Systeme könnten darüber hinaus mithilfe von Sensoren das Filtersystem so steuern, dass die Filtrationsleistung je nach Umgebungsbedingungen und damit verbundener Feinstaubkonzentration geregelt wird. So kann in allen Situationen die optimale Filtrationsleistung sichergestellt und damit die Feinstaubemissionsbilanz des Fahrzeugs verbessert werden.

Diese Weltneuheit ist eine Lösung für alle Fahrzeugkategorien, unabhängig von deren Antrieb. Sie liefert damit in neuen Fahrzeugen einen Beitrag zu sauberer Luft und sauberer Mobilität.